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Ischgl Palio und Ironbike

 

06.08.2012     Am vergangenen Wochenende fand der Ischgl Ironbike 2012 statt. Dieses Rennen gehört garantiert zu den härtesten Eintagesrennen überhaupt und wähnt sich überdies auch als das höchstdotierte Mountainbikerennen in Europa. Am Vorabend des großen Marathons findet traditionell der Ischgl Palio statt, ein Sprintrennen durch die Gassen von Ischgl, bei welchem nur die Stars der Szene eingeladen werden und starten dürfen.

Für beide Events war ich hochmotiviert und freute mich sehr auf dieses Wochenende. Beim Sprintrennen wurde das Startfeld auf 4 Heats aufgeteilt und ich konnte meinen souverän gewinnen. Im Finale der besten 8 über 5 Runden auf dem konditionell brutalen Kurs wurde ich dann Mitte der 4. Runde leider durch einen Sturz eines Kollegen vor mir aufgehalten, so dass sich 4 Fahrer entscheidend absetzen konnten und ich keine Chance mehr hatte, aufzuschließen. Trotzdem gewann ich den Sprint um Platz 5 und war damit sehr zufrieden!

Am Samstagmorgen beim Warmfahren waren die Beine nach der Belastung am Vorabend dann ganz schön schwer...;) Trotzdem war ich optimistisch und freute mich aufs Rennen. Da es in Ischgl die Möglichkeit gibt, sich noch während des Rennens für eine Streckenlänge zu entscheiden, besprach ich schon im Vorraus mit meinem Trainer die Option, "nur" die mittlere Runde zu fahren, um für die kommenden beiden Wochen nicht zu viel Energie liegen zu lassen. Schließlich steht diese Woche nochmals ein kurzes, hartes Trainingslager zusammen mit meinem Kollegen Stiebjahn an, und in der folgenden Woche startet dann schon die 5- Etappenfahrt "Trans Schwarzwald", bei der wir um den Sieg in der Teamwertung mitkämpfen wollen!

Ich fühlte mich dann zwar nicht schlecht, aber auch nicht so überragend frisch und fit, so dass ich mich während des langen Anstiegs auf das Idjoch entschloss, oben den Abzweig zu nehmen. Obwohl auf Platz 13 auf der langen Runde platziert, was richtig gut war, bog ich oben als dritter Fahrer links ab Richtung Ischgl. Ich sah jedoch einen Konkurrenten nicht weit vor mir, so dass ich mit vollem Risiko die Abfahrt hinunterschoss und ihn nach einem Drittel des Downhills bereits eingeholt hatte. In der Folge wurde die Abfahrt jedoch technisch einfacher, so dass ich ihn nicht abschütteln konnte und wir zusammen nach Ischgl fuhren. In den engen Gassen vor dem Ziel hatte ich dann die bessere Übersicht und konnte somit den "Sprint" um Platz 2 gewinnen!

Es war wieder ein sehr erfolgreiches Wochenende für mich und ich war insgesamt doch ganz zufrieden mit meiner Verfassung. Jetzt hoffe ich, dass unser Plan funktioniert und ich jetzt im Training die Form noch etwas hochpushen kann für die Trans Schwarzwald, so dass ich dort mit Topform am Start stehe und gemeinsam mit Stiebjahn um den Sieg kämpfen kann!