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Gesamtsieg Trans Schwarzwald 2012

21.08.2012     Yehaaaaa! Ich habe meine erste MTB Etappenfahrt gewonnen! Zusammen mit meinem Teamkollegen Simon Stiebjahn haben wir in den vergangenen 5 Tagen die Teamwertung der Trans Schwarzwald bei den Männern für uns entschieden! Los ging das Rennen in Donaueschingen und dann über 5 Etappen bis nach Pforzheim. Insgesamt waren so 394,5 Km und 10020 Hm zu absolvieren. 

Nach einem intensiven und guten Trainingslager bei "Stiebi" in der Vorwoche starteten wir beide optimistisch. Allerdings war Stiebi am ersten Tag des Trainingslagers mit dem Rennrad schwer gestürzt und so wussten wir nicht genau, wie sich seine Verletzungen auf seine Leistung auswirken wird. Die ersten beiden Etappen hatte er dann auch prompt zu kämpfen und wir wurden beidesmal 3., hatten jedoch in der Gesamtwertung schon fast 3 Minuten Rückstand auf das Führungstrikot! Mir ging es an beiden Tagen super und so konnte ich dann auch gegen Ende der Etappen das Tempo immer noch hoch halten. Schon am Abend der zweiten Etappe stieg unsere Kampfeslust gewaltig an und Stiebi fühlte sich mittlerweile um einiges besser...

Und die dritte Etappe sollte unsere werden! Nachdem ich am ersten langen Berg etwas Probleme hatte und die Gruppe nicht ganz halten konnte, mussten wir auf den folgenden 10 Km alles geben, um den Anschluss wieder herzustellen. Nun waren die esten 4 Teams der Gesamtwertung zusammen in einer Gruppe unterwegs und keiner wollte zuviel riskieren. Die Abstände zwischen Platz 2 und 4 der Gesamtwertung lagen im Sekundenbereich. Unsere Taktik war zuerst Zurückhaltung um dann auf den letzten steilen Rampen am Ende voll aufzudrehen und möglicherweise einen Vorsprung rauszufahren. Und dieser Plan ging komplett auf! Spätestens als ich meine Freundin als Überraschungsgast an der Strecke sah, kannte meine Motivation keine Grenzen mehr und kurz darauf konnten wir die Gruppe mit einer Attacke sprengen. Auch Stiebi war heute richtig fit und hatte keine Probleme mit dem Tempo am Ende. Im Zielsprint gewannen wir dann gegen das LEADER Team Centurion Vaude unsere erste Etappe, was aber noch wichtiger war, wir schafften einen Vorsprung von ca. 1,5 Minuten auf die nächsten Verfolger.

Nun lagen wir auf Platz 2 der Gesamtwertung und waren für den Moment sehr glücklich! Dass es am folgenden Tag noch zu viel mehr reichen könnte, haben wir in diesem Moment nicht geahnt. Erneut haben wir uns beide super gefühlt und irgendwann festgestellt, dass Rupert Palmberger aus dem LEADER Team heute etwas Probleme mit dem Tempo hat. Am längsten Anstieg der Etappe konnten wir uns daraufhin absetzen und schossen daraufhin mit Vollgas Richtung Ziel.

Dort dann die Sensation! WIr haben den bisherigen Gesamtleadern auf dieser Etappe über 10 Minuten abgenommen und waren selber die neuen LEADER!! Es war unglaublich und wir konnten es gar nicht glauben. Vor der letzten Etappe waren wir die Führenden, einfach unglaublich! Unser Ziel jetzt war klar, dieses Trikot geben wir nicht mehr her.

Aber die letzte Etappe war mit Abstand die längste und schwierigste der ganzen Rundfahrt und so wurde uns das ganze nicht einfach gemacht. Centurion Vaude attackierte schon direkt nach dem Start und da uns das Tempo etwas zu schnell war, konnten sie sich absetzen. Jedoch war unser Vorsprung auf die beiden so groß, dass wir uns hauptsächlich auf unsere engsten Verfolger, das Team Haico Racing konzentrierten, da diese beiden nur 54 Sec. hinter uns lagen..

Es entstand so eine Verfolgergruppe mit dem Team Haico und uns sowie einigen anderen. In dieser Situation wollten wir natürlich nicht zu viel Führungen fahren und unsere Kräfte verschwenden, so dass der Abstand nach vorne beträchtlich auf bis zu 4,5 Minuten anwuchs. Wir blieben jedoch ganz gelassen, konnten wir uns doch auf unsere enorme Stärke am Ende der Etappe verlassen. So kam es dann auch und am letzten Anstieg konnten wir das Team Haico sogar noch distanzieren. Die letzten Kilometer hofften wir dann nur noch darauf, keinen Defekt zu haben und wir schossen mit Vollgas in die Innenstadt von Pforzheim. 

Wir hatten es Geschafft! Den Rückstand auf Vaude konnten wir mit unserer Schlossoffensive sogar wieder etwas verkleinern und so ging von ihnen keine Gefahr mehr aus.

Überglücklich fuhren wir ins Ziel und feierten einen der größten Erfolge unserer Karriere! Gesamtsieger der Vaude Mountainbike Trans Schwarzwald 2012!!